Fingerabdrücke entfernen / unkenntlich machen?

Oder: Wie bekomme ich einen Reisepass ohne meine Fingerabdrücke abgeben zu müssen?

Wer einen neuen Reisepass beantragt, kommt leider in Deutschland nicht mehr drum herum, seine Fingerabdrücke abzugeben und sich vom Staat damit erkennungsdienstlich behandeln zu lassen – wie einen Verbrecher. Aber seitdem wir quasi alle Terroristen sind und deshalb alle überwacht werden müssen, ist das ja auch in Ordnung, oder?

Für alle, die das nicht in Ordung finden, haben wir einen Test gemacht, wie man die Fingerabdrücke entfernen bzw. unkenntlich machen kann – ohne seine Finger zu beschädigen. Der Chaos Computer Club hat darüber schon vor Jahren berichtet – aber wenn man es nicht selbst testet, weiß man nie ob es wirklich klappt.

Deshalb haben wir das Projekt “Jugend von vorgestern forscht” ins Leben gerufen 🙂

Die Lösung heisst: Sekundenkleber.

Dabei geht handelsüblicher Sekundenkleber ( mit Cyanacrylat ), wir haben für unseren Test ein Billigprodukt für 2 Euro (3 Tuben a 1 Gramm) genommen – und vollen Erfolg gehabt. Die Fingerabdrücke waren “entfernt”, auf dem Scanner war ausser einer weissen Fläche nichts zu sehen. Und hier steht wies geht:

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Fingerkuppe vor dem “entfernen” der Fingerabdrücke

Der Sekundenkleber muss hauchdünn auf die Haut aufgetragen werden. Wird die Sekundenkleberschicht zu dick ist die Gefahr groß, dass der Kleber bricht und die Finger damit auffällig aussehen. Wir haben zunächst eine kleine Menge Sekundenkleber mittig auf der Fingerspitze verteilt und dann mit dem Plastikröhrchen von einem Q-Tipp (Ohrenstäbchen) hauchdünn auf der Fingerkuppe verstrichen.

Die Vorbereitung:

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Etwas Sekundenkleber auf die Fingerkuppe auftragen

Wichtig ist, dass die Fingerkuppe in einem Arbeitsgang bestrichen wird. Wenn man mehrmals hintereinander Sekundenkleber aufträgt, gibt das weisse Ränder an den überlappenden Stellen. Also pass drauf auf, dass du den Finger in einem Arbeitsgang mit dem Sekundenkleber benetzt. Überschüssigen Kleber kannst Du mit dem Wattebausch des Ohrenstäbchens leicht abnehmen, indem Du mit dem Wattebausch schnell über die Fingerkuppe streichst. Schnell deswegegen, weil sonst das Wattebäuschchen an deinem Finger festklebt.

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Sekundenkleber auf der Fingerkuppe vor dem verstreichen

 

Am besten Du lässt dir dabei von einer zweiten Person helfen, auf einer Hand kann man den Sekundenkleber gut verteilen, wenn die erste Hand einmal beschiert ist, wird es mit der zweiten Hand schwieriger.

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Sekundenkleber mit dem Plastikröhrchen dünn und gleichmäßig verstreichen

 

Wichtig ist, alle Finger hauchdünn mit Sekundenkleber einzuschmieren da die Beamten alle Finger durchprobieren werden. Sollte irgendwo noch ein Fingerabdruck erkennbar sein, nehmen sie diesen Abdruck. Also ist es wichtig, alle Fingerabdrücke unkenntlich zu machen.

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Überschüssigen Sekundenkleber mit dem Wattebausch abstreichen

 

Man braucht weniger Kleber als gedacht, eine hauchdünne Schicht reicht und ist kaum sichtbar. Nur dass die Fingerkuppen etwas mehr glänzen als der Rest der Hand, wenn man es gut macht.

Wir haben versucht, den leichten Glanz durch Stahlwolle oder Wasserschleifpapier zu entfernen – aber dabei wurde die Kleberschicht nur deutlich sichtbarer, weisse Ränder durchs verschleifen etc. – in unserem Fall hat sich das nicht bewährt, am besten war eine in einem Arbeitsgang aufgezogene, hauchdünne Sekundenkleberschicht.

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Fertig 🙂

 

Im Passamt:

Beim Passamt ist die Dame oder der Herr, der sich dafür entschieden hat, sein Leben als Sesselfurzer zu vergeuden, wahrscheinlich recht verblüfft dass die Fingerabdrücke überhaupt nicht auf dem Scanner erscheinen. Wir haben es mit mehreren Fingerabdruckscannern ausprobiert und überall sehr gute Ergebnisse erzielt, auch Fingerabdruckscanner der Polizei wurden von uns getestet – und auch da war statt einem Fingerabdruck nur eine weisse Fläche auf dem Monitor zu erkennen.

Im Amt hilft es, Frau oder Herr Sesselfurzer nebenbei darauf hinzuweisen dass man das schon kennt, weil man auch kein Iphone entsperren kann – und auch kein PC Notebook. Wenn man dazu noch erwähnt dass man als Hobby Oldtimer restauriert und deshalb viel mit Chemikalien, Säuren, Laugen und Schleifpapier zu tun hat, wird die Geschichte für den Beamten gleich deutlich glaubwürdiger. Auch der angebliche Job als Chemielaborant funktioniert gut. Weitere Vorschläge sind gerne willkommen! 🙂

In unserem Fall mussten wir zunächst alle Finger scannen, die Dame führte ca. 10 Telefonate mit Amtsleiter und Technikabteilung, kam schließlich mit Handcreme an – was auch nichts brachte und auch als die Amtsleiterin unsere Finger inspiziert hat konnte sie, ausser dass sie festgestellt hat, dass man die Fingerabdrücke ja sogar sehen kann, auch nichts weiter dazu beitragen. Der leichte Glanz fiel niemandem auf. Dann mussten wir die Finger noch an der Stirn “anfetten”, hat auch nix gebracht. Dann nochmal alle 10 Finger probieren – und das wars.

Wichtig ist:

Sei ein bischen freundlich und sympathisch zu den Beamten – die können auch nichts dafür dass sie den Schwachsinn machen müssen. Sie bereuen wahrscheinlich jeden Tag, dass sie diesen Beruf gewählt haben – also solltest Du Mitleid mit ihnen haben und die Stimmung ein bischen auflockern, in dem zu z.b. anbietest deinen großen Zeh auf den Scanner zu halten o.ä.

Auf Konfrontation sind wir nicht gegangen, wir haben nur höflich und bestimmt unseren Reisepass verlangt. Die Dame wollte uns dann einen Personalausweis andrehen, “weil dort die Fingerabdrücke optional sind” – aber wir haben auf einen Reisepass bestanden. Dann kam noch die Amtsleiterin und hat uns die Leier erzählt dass wir Probleme kriegen werden, wenn wir in die USA einreisen wollen – da wir das aber eh nicht vorhaben, haben wir weiter auf den Reisepass bestanden.

Nach ca. 30 Minuten war die Sache dann auch überstanden, die Amtsleiterin zeigte unserer Passtante wie man das Feld “hat keine Hände” findet und den Prozess auch ohne Fingerabdrücke erfolgreich abschließt. Noch ein kleiner Schrieb dazu, dass die Fingerabdrücke nicht lesbar waren – und schon war die Sache erledigt.

Du siehst also: Es ist garnicht so schwer, sich gegen die erkennungsdienstliche Behandlung durch den Staat zu wehren. Mit Sekundenkleber kannst Du deine Fingerabdrücke einfach entfernen bzw. unkenntlich machen. Um das ganze wieder von deinen Fingerkuppen abzulösen gibt es extra “Sekundenkleber Debonder” – oder du verwendest handelsübliches Aceton. Danach kann man die Kleberreste einfach von den Fingern kratzen – ohne bleibende Schäden.

Wir wünschen viel Spaß mit dem Staat und seinen Lakaien – Fingerabdrücke entfernen ist leichter als gedacht – und auch einen Reisepass ohne Fingerabdrücke zu bekommen ist mit dieser Methode kein Problem. Solltest Du noch fragen haben – stell sie einfach in die Kommentare. Have Fun!

Mehr Infos findest Du hier:

 

Weil sich manche fragen, ob es nicht verboten ist, das zu machen? Wieso sollte es verboten sein? Du beschmierst dich halt gerne mit Kleber – und? Auf deinen Körper kannst Du schmieren was du willst, du darfst dir auch ein Arschgeweih ins Gesicht tätowieren lassen – unserer Meinung nach kann dich niemand daran hindern mit deinen Fingerabdrücken zu machen, was Du willst.

Wir danken unseren Freunden bei der Polizei, die uns geholfen haben die Fingerabdruckscanner im Vorfeld zu testen! Es gibt doch immer wieder ein paar, die cool geblieben und nicht zu hirnlosen Lakaien des Staates geworden sind. Thanks Bro´s!

Natürlich übernehmen wir keine Haftung für etwaige Schäden, es handelt sich hierbei um einen Erfahrungsbericht, wenn Du empfindliche Haut hast, solltest Du vielleicht vorher einen kleinen Test machen bevor du dir alle Fingerkuppen einschmierst.



48 Responses (Add Your Comment)

  1. …habe es gerade ausprobiert und es hat leider nicht geklappt. Ich habe es zuhause aufgetragen und bin dann mit dem Rad zum Amt gefahren. Bis dahin hat sich der Kleber leider schon weitestgehend gelöst. Es gab mit dem einen Zeigefinger Probleme, mit dem anderen hat es dann aber geklappt (zumindest hat sie den Abdruck akzeptiert, ob er stimmt weiß ich natürlich nicht). Vielleicht hätte ich den Finger extra wenig draufdrücken sollen beim scannen.
    Ich habe am Vorabend viel rumprobiert und dabei auch meine Hände mehrfach eingecremt. Vielleicht hat das dazu geführt, dass der Kleber schlecht gehalten hat.
    Tip: Wenn der Kleber auf der Hand auffällig aussieht, waschen und eincremen, dann sieht alles deutlich einheitlicher aus.

  2. Edward ohne Fingerkuppen Januar 15, 2014
    at 12:25

    Ergänzend noch ein paar Tipps:

    1. Unbedingt vor dem Einschmieren vergewissern, ob ihr zur Abgabe verplichtet seit. Reisepass=Ja, Personalausweis=Nein. Sonst passierts, dass ihr einfach mal umsonst die Hände voll geschweinst habt *hust* 😀

    2. Billige 1-3 Euro Sekundenkleberpackungen reichen wie der Autor schon beschrieb völlig aus. Allerdings ist der Glanz bei Licht schon zu erkennen, die Fingerkuppen hebebn sich vom Rest der Hand beim genauen hinschauen ab. Bessere Glaubwürdigkeit: Erst die Fingerkuppen, dann die jeweils zwei anderen Fingerglieder darunter noch beschmieren und die Handflächen, diese müssen nicht vollständig benetzt sein, nur so dass die Hautfarbe/Struktur mehr oder weniger gleichmäßig ähnlich aussieht. Bitte Fenster aufhaben wegen der Dämpfe.

    4. Weitere Alibis, falls es zum Dialog mit den Sachbearbeitern oder deren Vorgesetzten im Amt über die nichtlesbaren Fingerabdrücke kommt: Modellbau, Chemiker, Laborant, Mediziner, Fotografie/Filmentwicklung, Maler, Putzfrau/-mann, Autolackierer, Hautkrankheiten, Eisenbahnmodellbauer oder Künstler.

    4. Je nach Anlass ist das Gegenüber eventuell vorbereitet. Bei Einwohnermeldeämtern stellen die sich verleichsweise noch etwas unbeholfen an, wenn man aber zur erkennungsdienstlichen Behandlung bei der Polizei ist (nicht freiwillig hingehen, Anwalt konsultieren!) stehen dort möglicherweise schon Lösungsmittel bereit oder es wird die Abnahme wird auf einen anderen Tag terminiert. Da die eingeschmierten Stellen irgendwann spröde werden oder abblättern, ist es wichtig das Sekundenklebereinreiben möglichst erst kurz vor dem Abgabetermin für einen neuen Pass durchzuführen, also z.B. eine halbe Stunde vorher.

    5. Entfernen des Sekundenklebers. Normalerwiese fällt der nach ein paar Tagen ab, wenn man aber beide Hände komplett voll hat empfiehlt es sich, dass zeitnah zu entfernen. Dabei helfen: Vaseline oder Babyöl, Backpulver, Aceton, Seifenlauge, Gallseife, Fit-Spühlmittel oder Nagellackentferner. Beschleunigen kann man die Säuberung durch Stahlwolle/Topfkratzer (vorsichtig!) oder eine Nagelfeile.

  3. Cyancrylat ist leider auch nicht ganz ungefährlich

    http://www.chemicalbook.com/ChemicalProductProperty_DE_CB9471890.htm

  4. was auch gut geht , ist die Herdplatte voll aufzudrehen und mit den Fingern schnell drüber zu streichen.
    Jeder von uns hat schon mal etwas heißes wie einen Topf angefasst und hat sich danach die Haut glatt gebrannt.
    Es ist zwar nicht so leicht , sich absichtlich zu verbrennen , geht aber sehr gut.
    Das profil an den Fingern ist nun wech und ihr macht nur noch Kleckse 😀
    Die Haut ist an dieser Stelle glatt wie ein Babyarsch 😀 Vorteil ist , das es keinen unnaturlichen glanz hat und nicht abgewaschen werden kann. Ist ca eine Woche haltbar 😉

  5. Warum? Warum, wenn man kein Verbrechen vor hat? echt! Ich kenne die Abneigung gegen staatliche Kontrolle, Polizei, Überwachungsstaat etc. – aber aus reinem Protest leuchtet mir das nicht ein…

  6. Weils ne Frechheit ist, die Fingerabdrücke landen ja nicht “nur” auf dem Pass sondern in allen möglichen Datensammlungen des Staates. Und bei der ITSec und Expertise unserer IT-Fachleute des Staates bin ich mir sicher, dass die Fingerabdrücke dann “überall” sind!

    Für was frag ich mich da nur?
    Natürlich, um Verbrechen aufzuklären.. wie lächerlic ist das denn??

    Wahnsinn, dass es immer noch so Leute gibt wie dan_mit_ae die keinen blassen Schimmer haben von nix!!

  7. Hallo Zusammen.
    Bei mir war ebenfalls ein neuer Ausweis fällig. Habe mit Sekundenkleber herumgespielt und hat nach einigen Versuchen sehr gut funktioniert. Ich habe letztendlich einen Tropfen Sekundenkleber auf unsere Küchenablage getropft und dann mit dem jeweiligen Finger schnell verrieben und dann mit der ganzen Handfläche innerhalb von ein paar Sekunden auf der Handfläche verteilt. Man muss das direkt vor dem Termin machen, da der Kleber nach einiger Zeit zu reißen beginnt. Ich habe die Hand dann in etwas Mehl gerieben und mit eingebildet, das glänzen ist weniger geworden. Dann beim Amt lief alles erstmal perfekt. Der Scanner hat nichts gelesen. Die Schlange hinter mir wurde länger und die Mitarbeiterin nervös. Wir begannen schon eine Diskussion darüber, dass ich keinen Ausweis ohne Fingerabdrücke bekommen da lies sie mich nebenbei alle anderen Finger probieren. Leider hat dann doch ein Finger zur Hälfte geklappt und die hat es dann dabei belassen und den Ausweis beantragt. Sekundenkleber funktioniert also sehr gut. Aufpassen, dass alle Finger gut bedeckt sind. Ich war Mitarbeiter einer Kunststofffirma, habe es mit Chemikalien zu tun und kann mir kein neues IPhone kaufen wegen der Scanner. Hat alles gepasst. Wie die Diskussion ohne wenigstens halb funktionierenden Abruck geendet hätte kann ich leider nicht sagen

  8. @ gg
    wenn Du bei einem verbeamteten Mitbürger mit halbwegs ausreichender Bildung aufschlägt, scheitert Deine Ausrede schon daran, dass Du so dümmliche Argumente wie “kann kein iphone kaufen” vorbringst!
    Nur zu Deiner Information, wenn Du bei der Installation “Nein” zu dem Fingerabdrucksensor im iphone sagst, wirst Du nie wieder danach gefragt, der Sensor deaktiviert und das iphone funktioniert völlig fehlerfrei ohne Fingerabdruck!

  9. Juhu! Prima Anleitung! Wurde gestern bei unserer Fortbildungsveranstalltung im Kollegenkreis vorgestellt. Haben sehr gelacht.

    Gruß,
    Merten, PHK

  10. Fehler im Bild Finder November 12, 2014
    at 20:26

    Die Ausrede mit dem IPhone ist aber dämlich. Zur Not kann man doch die Fingerknochen nehmen um das IPhone zu bedienen.

    Funktioniert auch gut auf dem TouchScreen

  11. Neulich auf dem Amt, Sekundenkleber sei dank!
    Da ich George W.’s und Rumsfelds Initiative, die EU zu veranlassen, alle EU-Bürger unter Generalverdacht zu stellen und dazu vorweg von jedem wie bei Verbrechern die Fingerabdrücke abzunehmen, nicht unterstützen wollte, habe ich – auch aufgrund der erwiesenermaßen mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen der Einwohnermeldeämter – mich zum bürgerlichen Ungehorsam entschlossen und ebenfalls meine Fingerabdrücke für den Paß unkenntlich gemacht. Ich wollte aber sicher gehen, daß es auch klappt. Deshalb habe ich Ananassaft erst gar nicht ausprobiert. Die Fruchtsäure ist wahrscheinlich viel zu schwach. Ein Warzenentferner von Duofilm mit verdünnter Ascorbinsäure schien mir da schon vielversprechender. Allerdings merkte ich nach mehrmaligem Auftragen über mehrere Tage keine deutlich sichtbaren Erfolge. Anschließend habe ich es mit einem Bimsstein und mit Schleifpapier probiert. Leider ist man bei ein bißchen zu viel Druck ruck, zuck durch die Hornhaut durch und in der darunterliegenden Lederhaut verlaufen dann schon die Äderchen, sprich es fängt dann auch gleich an zu bluten. Außerdem ist es wenig hilfreich, einfach wegzuschrubben was geht, da die Papillarlinien aus der Lederhaut heraus entstehen. Man müßte sich also eher eine möglichst dicke Hornhaut auf den Fingern zulegen und nur ganz wenig Hornhaut abtragen, um sie glatt zu schleifen. Das zieht sich jedoch über mehrere Wochen, da es schwierig ist, das gleichmäßig hinzukriegen. Ich habe so zwar kleinere Stellen (ca. 4 mm groß) blank bekommen, aber an anderen Stellen dafür immer wieder zu viel weggenommen, so daß dort das Profil wieder deutlich zum Vorschein kam. Ein Schreiner würde sich wohl kaum noch viel Mühe geben müssen. Zuvor hatte ich schon mit Sekundenkleber herumexperimentiert. Wenn ich ihn aber wie empfohlen nur hauchdünn aufgetragen habe, kam das Profil des Fingerabdrucks durch, was ich mit einem Stempelkissen kontrollieren konnte. Die Rille zwischen den Papillarlinien waren einfach zu tief, um sie mit wenig Kleber vollständig zu füllen und ein Teil des Sekundenklebers verdampft auch noch. Möglicherweise reflektiert und streut der Sekundenkleber ja auch nur das Licht des Scanners (ev. technologieabhängig), aber es wurde hier eben auch schon berichtet, daß der Sekundenkleber einmal nicht geholfen hätte. Ich wollte wie gesagt auf Nummer Sicher gehen und habe mir dazu zwei Wochen die Fingerabdrücke mit 120er Schleifpapier – mit noch feinerem war es eher schwieriger es gleichmäßig hinzukriegen – abgeschliffen und dann eine Stunde vor dem Amtsbesuch hauchdünn Sekundenkleber auf die Fingerkuppen aufgetragen. Der Vorschlag Mehl auf die Hände zu streuen schien mir unsinnig, da es auf dem getrockneten Kleber logischerweise nicht hält und auf noch flüssigem Kleber unnatürlich aussieht. Dafür ist dann der Rest der Hand voller Mehl und der Kontrast zu den glänzenden Fingerkuppen noch stärker. Ich habe stattdessen auf die gesamte Handfläche Vaseline geschmiert, wodurch dann alles gleichmäßig geglänzt hat. Es ist jedoch ratsam sich einen Helfer zu suchen. Ich konnte zwar den Kleber ohne Probleme auf meinen Fingern auftragen, aber sobald man nach dem Trocknen etwas wie z.B. einen Türgriff oder einen Schlüssel anfaßt und einen gewissen Druck dabei ausübt, bilden sich sichtbare Risse im Kleber (egal wie hauchdünn er aufgetragen wurde). Ich habe das mit Erschrecken erst während der Fahrt zum Amt festgestellt, konnte es aber mit Vaseline wieder transparent werden lassen.

    Und schließlich habe ich dann bei einer sehr sympathischen Sachbearbeiterin erst alle Formalien erledigt, alles unterschrieben und bezahlt und anschließend zum etwa halbstündigen Scan-Marathon angesetzt. Das lief nach den Vorgaben von deren PC-Software etwa so: “Bitte einmal den Zeigefinger der rechten Hand auflegen … aha … bitte an der Stirn anfeuchten und wieder auflegen …” usw.. Nach jedem Scanvorgang, bei dem irgend so ein matter hellgrauer Fleck auftauchte, wurde derselbe Finger erneut gescannt, um die Wiedererkennbarkeit zu überprüfen. Zwischendrin hat die Sachbearbeiterin auch mehrmals ihren Fingerabdruck gescannt, wollte ihn mir aber partout nicht für meinen Paß überlassen. Ich erreichte einen Wert von 8 und sie einen von 200. Sie hatte also vermutlich gewonnen. Ich habe keine Ahnung was dieser Wert aussagt. Hatte sie aber auch nicht. Ich erwähnte beiläufig, daß ich bei einer nahegelegenen Videothek, bei der ein Fingerabdruckscanner für den Zugang verwendet wird, auch schon mal ähnliche Schwierigkeiten hatte. Auf die Frage, ob ich viel mit den Händen arbeite, gab ich an, als Elektroingenieur durch das Ätzen von Leiterplatten des öfteren mit diverse Chemikalien wie Säuren, Lösungsmitteln und Lacken zu tun zu habe. Zu guter Letzt konnte nach einigen Mucken der Software (Timeout) von zwei Fingern irgend etwas Undefinierbares erfaßt werden – wahrscheinlich von dem durchschimmernden Rissen im Kleber – und die Dame war heilfroh, daß die Prozedur ein Ende hatte. Ich wurde übrigens kein einziges Mal aufgefordert meine Handflächen zu zeigen oder sie zu waschen.

    Während meiner Web-Recherche zu diesem Thema habe ich so viele verrückte Vorschläge zum Malträtieren der Finger gelesen … Verätzen mit Natronlauge, Verbrennen auf ‘ner heißen Herdplatte, Veröden mit dem Antennenausgang eines hochfrequenten Senders. Man sollte sich bewußt sein, daß man durch diese Maßnahmen immer die Schutzschicht seiner Finger, mit denen man tagtäglich alles mögliche anlangt, zerstört und es so Keimen leicht macht und eine Infektion riskiert. Außerdem vernarbt das Gewebe anschließend. Deshalb von meiner Seite auch noch mal die Empfehlung: Sekundenkleber funktioniert am besten! Und um den wieder runter zu bekommen hilft Azeton bzw. Nagellackentferner nicht wirklich. Vielleicht macht er den Sekundenkleber etwas spröde. Ein Bimsstein ist da viel wirkungsvoller.

    Bis zum Level “hat keine Hände”, das der Initiator dieses hilfreichen Beitrags erreicht hat, bin ich zwar nicht vorgedrungen, aber das hat mich nicht weiter gestört, da die gescannten Abdrücke völlig unbrauchbar sind. Um jedoch zukünftig keine Scherereien mit Fingerabdruckscannern bei der Paßkontrolle zu haben, werde ich mittels RFID-Zapper (http://extremflug.de/seite098.htm) den Chip auf dem Paß zerstören und es so den braven Beamten ermöglichen, meinen Paß auf die herkömmliche Art in Augenschein zu nehmen – die sollen ja schließlich nicht arbeitslos werden.

    Um zu überprüfen, daß der RFID-Zapper seine Wirkung nicht verfehlt, brauchte ich allerdings noch einen RFID-Reader. Leider sind viele Websites zum Thema RFID inzwischen in die Jahre gekommen. Daher ist beispielsweise die Platine des RFID-Finders auf der Heise-Website nicht mehr erhältlich. Ich habe stattdessen einen günstigen ReinerSCT cyberJack RFID Basis erworben, mit dem ich außerdem vor dem Zerstören des RFID-Chips einmal die darauf gespeicherten Daten auslesen wollte. Das hat jedoch trotz vieler verschiedener Tools, die ich ausprobiert habe (ePassportViewer, JMRTD, RFIDIOt, wzPass, GpShell), nicht wirklich gut funktioniert. Das oft genannte Golden Reader Tool war unauffindbar, ebensowenig wie OpenMRTD. libnfc unterstützt meinen Reader nicht. Vielleicht hätte es mit einem Arduino und einem RC522-Modul besser funktioniert. Falls jemand das mit dem ePass-Daten-Auslesen hingekriegt hat, kann er vielleicht hier ein paar Infos dazu posten.

  12. in Ergänzung zu Jamies Beitrag:

    Nachdem Verätzen bei mir ebenfalls nicht funktionierte und ich um meinen Tastsinn fürchtete…

    10:00 Creme + Sekundenkleber (3erpackung Minituben) gekauft, Unterlagen (alter Pass, Foto, Termin-Nummer) griffbereit in die Jackentasche, dass ich da nicht groß rumwühlen muss

    10:10 hingegangen, ne ruhige Ecke in einem anderen Stockwerk gesucht

    10:15 erst rechte, dann linke Finger eingeschmiert, ging allein doch ganz gut wenn man Ablagefläche und Ruhe hat.

    Nicht nur die Kuppen, sondern auch das 2. und 3. Fingerglied benetzt, dass der Übergang von glänzend zu nicht-glänzend nicht gut zu sehen war. Nicht gegeizt mit dem Kleber, eine kleine Tube war zu 75% leer.

    10:20 trocknen lassen, eingecremt gegen den Geruch

    10:35 Termin

    Nach dem ersten Fehlschlag einfliessen lassen dass ich in einer Lackiererei bin und mir deswegen die Finger eingecremt habe, der Beamte hat mir demzufolge ein Reinigungstuch gegeben (ohne Erfolg), einen anderen Leser versucht, Vorgesetzten gerufen und dann ohne große Probleme mit 0% Erkennung durchgekommen. Mal schauen was an der Grenze dann passiert, um RFID kümmer ich mich später, ist plausibler wenn der nagelneue Pass nicht sofort putt ist. Immer freundlich gewesen, Müdigkeit vorgetäuscht, wenig gesagt (es ist nicht mein Problem wenn die Technik nicht funktioniert, sondern deren), meine Hände wurden nicht näher in Augenschein genommen, aber hatte ich auch keine große Angst vor, Lackiererei+Creme sollten Glanz+Geruch erklären.

    Aber die Anmerkung zur Brüchigkeit möchte nochmal bestätigen: nicht zu früh auftragen, und danach nicht mehr viel Druck mit den Fingern ausüben, damit die Schicht nicht bricht, die Bruchlinien sind sichtbar! Als ich da rauskam waren die ersten weißen Stellen zu sehen.

    Man sollte vielleicht nochmal erwähnen, dass das Fingerabdrucklesegerät nicht den Laptop-Lesern entspricht, aber ich hatte leider nicht die Muße zu gucken ob der Laptop den Sekundenkleber-Fingerabdruck erkennt, aber das zu prüfen sollte nicht zu schwer sein.

  13. Freut uns sehr, dass ihr fleissig zivilen ungehorsam übt und eure berichte postet.

    Danke!

  14. Bei mir steht auch ein neuer Reisepass an. Leider war ich bei meine noch nicht so sensibel was meine biometrischen Daten angeht und habe damals meine Fingerabdrücke abgegeben. Mich würde mal interessieren, ob die nur auf dem Pass gespeichert werden (und d.h. jetzt verloren sind wenn ich mir einen neuen ohne mache) oder ob die auch zentral gespeichert werden.

    Hat den schon irgendwer Erfahrungen wie es dann an der Grenze aussieht? bekommt man da probleme? USA geht dann gar nicht mehr?

    Vielen dank für die Anleitung

  15. Hallo, noch eine Info, wie es nicht funktionert…
    Ich hab es soeben mit 2 Komponenten Fußbodenlack probiert, war leider ein Reinfall! Eigentlich war ich sehr optimistisch, Ich dachte, der 2K Lack müsste besser als sekundenkleber sein, da er zumindest über mehrere Stunden zäh-elastisch bleibt und man für das auftragen ein paar Minuten mehr Zeit hat. Das Ganze hat aber den Scanner offensichtlich nur minimal beeindruckt.
    Vermutlich hätte ich mehrere Schichten auftragen müssen, Naja nächster Versuch in zehn Jahren…
    Hermann

  16. Ich bin hier nur durch zufall drauf gestoßen, aber ich kann mal kurz eine Alternative beschreiben:
    Ich hab vor kurzem unfreiwillig Erfahrung mit dem Wegbrennen von Fingerabdrücken gemacht. Ist jetzt ne komische Geschichte: Ich hab Mg und Al auf einem Löffel verbrannt. Dann bin ich da mit dem Zeigefinger dran gekommen. Die erste Sekunde tat nix weh, ich dachte schon, der Löffel wäre kalt und dann hab ichs gespürt. Seit dem hab ich eine kreisrunde, glatte Stelle am Zeigefinger. Ich könnte mir vorstellen, dass das Wegbrennen eine (schmerzhafte) Alternative wäre, für alle, die das mit dem Kleber nicht hinbekommen. Man könnte sich die ja von Freunden wegmachen lassen und sich betäuben mit Betäubungsmitteln oder sowas, Alkohol, im Schlaf, was weiß ich. Ich hab auch gesehen, dass Ärzte oft so eine Betäubungscreme haben. Das schmieren sie dann bei kleineren Sachen auf entsprechende Stellen, wo sie was machen müssen. Das Wegbrennen macht man dann am besten mit dem heißen Löffel, das ist angenehmer, als so eine große Herdplatte, wo man such womöglich nicht nur die Fingerkuppen, sondern auch Hände (der Helfer) verbrennt. Ich hätte sogar nooch ne Idee, um das zu kühlen. An der Tanke gibts ja diese großen Tankhandschuhe. Die erstmal desinfizieren (Ich weiß nicht, wie hygienisch sowas ablaufen muss) und da kommen dann Eiswasser und die Hand rein. Noch ein Tipp: der Löffel sollte so heiß, wie möglich sein. Am besten erhitzt man das (wenn man kein Magnesiumpulver zuhause hat) mit zerpulverten Wunderkerzen. Der Löffel darf dann aber nicht schon schmelzen und er sollte sich auch nicht verfärben. Dann wartet man einige Sekunden und drückt den Finger einige Sekunden drauf. Es darf aber auch keine Brandblase entstehen und der Finger darf auch nicht schwarz werden. Also auf der einen Seite erhitzen mit dem Pulver und auf der glatten, sauberen anderen Seite draufdrücken. Ein paar Sekunden (3 vielleicht?) reichen bestimmt schon, bei der entstehenden Hitze. Dass man einen robusten Löffel nimmt, der die Hitze auch aushält, ist klar.

  17. Broke the Rules August 10, 2015
    at 13:40

    Leider gab es hier auf die Fragen bezüglich Probleme an Grenzkontrollen am Flughafen oder woanders noch keine eindeutige Antwort.

    Was würde im schlimmsten Fall passieren am Flughäfen z.b in Russland oder Thailand?
    Kann der Pass für ungültig erklären werden und man darf nicht ein oder ausreisen?
    Weil sry, das wäre es mir dann gewiss nicht wert.

    und noch eine andere Frage, sind die Fingerabdrücke zentral gespeichert, ggf. reicht dann doch der RFID Zapper aus?!

    RFID beschädigt stell ich mir jetzt nicht unglaubwürdiger vor, wie nicht lesbare Fingerabdrücke, vorallem weil sie am Flughafen ja dann zu 99% wieder lesbar wären am Finger.

  18. also die sekudenkleber methode duerfte funtzen … aber sich die hand an ner herdplatte zu vebrennen , ist doch schon sehr schmerzhaft und auch die letzte moeglich keit !

    LG

  19. @BroketheRules: Der Autor des Artikels ist mit dem Reisepass, laut dem er angeblich “keine Hände” hat, schon nach Asien, Süd und Mittelamerika geflogen – ohne irgendwelche Probleme.

    Ich denke dass die Grenzbeamten nicht standardmäßig auf die RFID Daten zugreifen, da es noch viel zu viele Pässe ohne RFID in anderen Ländern gibt. Glücklicherweise 🙂

  20. Jetzt mal ne andere Frage: ich kann “echte” Fingerabdrücke im Netz finden, oder selber malen, dann ausdrucken & als Attrappe aufkleben (siehe CCC Bericht). Dann klappt der scan ohne Probleme, aber es sind nicht meine Abdrücke, sondern die vom Schäuble, sagen wir mal. Riskiert man dabei eine Strafe? Ich falsche ja nicht den Ausweis, sondern die! Greetz

  21. Dasiteal, na klaro das wäre eine Urkundefälschung. Man könnte wirklich sehr lange sitzen bleiben. Ich persönlich würde dir das nicht empfehlen.

  22. Hi,

    zunächst ein Auszug aus dieser Quelle: http://m.spiegel.de/reise/aktuell/a-509177.html

    “Eine Speicherung der Fingerabdrücke in den örtlichen Passregistern sieht das neue Passgesetz nun allerdings nicht vor. Nach der Herstellung des Passes werden die Daten gelöscht.”

    Ist das glaubwürdig? Wäre es so, würde ich den Chip doch einfach nur zerstören müssen und mir nicht dem Umstand auf dem Amt machen, meine Fingerabdrücke (wie auch immer) zu verweigern. Würde Zeit und Nerven sparen. RFID-Zapper wurde hier ja bereits erwähnt.

    Würde mich mal interessieren, was ihr dazu sagt und ob es eine glaubwürdige Quelle gibt, die versichert, dass der Abdruck nur und ausschließlich auf dem Chip gespeichert und vor allem aus den Datenbanken entfernt wird.

    Lg

  23. Hi,

    zunächst mal ein Auszug aus dieser Quelle (mir geht es nicht um den Artikel, wirklich nur um das von mir genannte Zitat, der Artikel ist imho sehr subjektiv):
    http://www.spiegel.de/reise/aktuell/elektronischer-reisepass-zwei-fingerabdruecke-fuer-mehr-sicherheit-a-509177.html

    “Eine Speicherung der Fingerabdrücke in den örtlichen Passregistern sieht das neue Passgesetz nun allerdings nicht vor. Nach der Herstellung des Passes werden die Daten gelöscht.”

    Wie glaubwürdig haltet ihr das? Gibt es dazu glaubwürdige Quellen, die das bestätigen können?

    Falls dem so wäre, dass die Abdrücke tatsächlich nur auf dem Chip gespeichert werden, kann man sich doch den ganzen Umstand und ggf. Ärger und Zeit auf dem Amt sparen und den Chip einfach zerstören. RFID-Zapper wurde hier ja auch schon erwähnt. Das wäre (vor allem wegen der Sturheit und Ignoranz bei Ämtern) für mich die deutlich stressfreiere Methode.

    Bin gespannt, was ihr dazu sagt 🙂

    LG

  24. Hallo! Ich wollte heute einen Reisepass beantragen und habe mir vorab Sekundenkleber draufgeschmiert. Da mein Passfoto nicht die richtige Größe hatte (also das Außenformat stimmte: 35 x 45 mm, aber das Gesicht war im Verhältnis zu klein, also achtet darauf!), muss ich noch mal wiederkommen. Ich bin dann auf die Idee gekommen, auszuprobieren, ob mein Samsung Tablet meine Fingerabdrücke liest…. leider ja. Zwar war der Kleber schon ein paar Stunden drauf, dennoch bin ich nun unsicher, ob das bei mir klappt. Ich habe mir sogar einen teuren Kleber gekauft (Uhu Sekunden Alleskleber) und drei Schichten aufgetragen, ca. 1 Stunde vorher (inkl. 30 Min. Wartezeit). Welchen Billigkleber habt ihr benutzt?

  25. So, ich habe gerade die obere Fläche meines Fingers eingescannt und die wurde akzeptiert. Daher glaube ich, dass diese Fingerabdruckscanner in Tablets alles akzeptieren. Entscheidend ist, ob der Scanner den Fingerabdruck ohne Kleber akzeptieren würde. Ich habe da meine Zweifel.

  26. So, ich war gestern mit neuen Fotos beim Amt. Auch ich habe mir ca. 30 Minuten vorher Sekundenkleber draufgeschmiert UND es hat funktioniert. Es genügt tatsächlich eine Schicht, aber bitte über den ganzen Finger, also auch an den Rändern!!! Bei meinen Zeigefingern, die ja gemäß §4 Abs. 4 PaßG präferiert werden, habe ich sauber gearbeitet. Es konnten keine Abdrücke eingescannt werden. Daher wurden mein Ringfinger und Daumen eingescannt. Aber auch da waren nur Teilabdrücke (wenn überhaupt) zu nehmen (der MA hatte seinen Finger gescannt, um zu schauen, ob der Scanner defekt ist, daher habe ich den unmittelbaren Vergleich gesehen). Aber in 10 Jahren habe ich wieder einen Versuch frei. Ach ja, der Pass mit Fingerabdruck wurde am 1.11.2007 eingeführt. Demzufolge müsste es ab dem 1.11.2017 die ersten Berichte darüber geben, ob bei einem neuen Pass (im Falle einer Verlängerung) erneut Fingerabdrücke genommen werden, müsste ja eigentlich so sein. Denn auch ich habe gestern gefragt, ob die Abdrücke nur auf dem Chip im Pass gespeichert werden. Diese Frage wurde bejaht. Dennoch: Fingerabdrücke auf dem Pass (sog. Kennkarte für Juden) gab es zuletzt im 3. Reich. Ich fühlte mich wie ein Schwerverbrecher, als man meine Abdrücke einscannte. Worauf bewegen wir uns zu???
    Und was machen wir, wenn die Iris eingescannt wird?

  27. Liebe Verschlüsselungsexperten,

    hier noch zwei Details von meiner Seite:

    1. Ein RFID Zapper (zum unsichtbaren Zerstören der Chips in Pass, Ausweis oder Kreditkarte) kann schnell und einfach aus jeder Einwegkamera oder alten Kompaktkamera mit Blitz gebaut werden.

    Blitzbirne ausbauen, Kondensator entladen, Kleine Kuperspule einlöten, Kondensator laden, Zapper fertig. Aufwand 15 Minuten. Videos zur Herstellung auf Youtube.

    2. Ob Euer Zapper funktioniert könnt ihr mit jedem NFC-fähigen Smartphone prüfen. Es gibt sogar kostenfreie Apps mit der ihr die Daten aus jedem Chip lesen könnt.

    Nach korrekter Anwendung des Zappers dürfen dort keine Daten mehr abrufbar sein.

    Gruß

  28. Und noch ein Hinweis zur Frage ob die gespeicherten Daten der Fingerabdrücke wirklich gelöscht werden:

    Wieso sollte der Staat die Daten wirklich löschen? Wenn die Daten doch bereits erhoben wurden ist der Aufwand minimal diese auch dauerhaft zu speichern.

    Theoretisch könnte sich der Staat an seine eigenen Aussagen halten und die Daten tatsächlich lösen. Aber warum?

    Was würde passieren wenn er es nicht tut? Nichts!

    Also geht ruhig davon aus, dass wenn Eure Fingerabdrücke einmal gespeichert sind, diese auch gespeichert bleiben.

  29. Ich halte solche Aktionen für wenig sinnvoll. An der Menschenverachtenden Praxis selbst ändert sich dadurch ja auch nichts und wenn “die” einem was wollen, ist es am Ende auch egal, ob man nun Fingerabdrücke besitzt oder nicht.

    Ich will damit nicht sagen, dass ich es richtig Finde, von jedem Bürger Fingerabdrücke zu nehmen. Aber meint ihr nicht, die Energie ist besser darauf verwendet, Politisch aktiv zu werden gegen solche Sachen, anstatt sich die Finger mit Kleber einzuschmieren und später mit dem Pass Probleme zu kriegen?

  30. “Theoretisch könnte sich der Staat an seine eigenen Aussagen halten und die Daten tatsächlich löschen. Aber warum?
    Was würde passieren wenn er es nicht tut? Nichts!”

    Jemand wie du könnte dort Mitarbeiter sein und solch ein Vergehen zur Anzeige bringen. Würdest du es nicht machen? Kann dich ja (im öffentlichen Dienst) nicht die Anstellung kosten.

  31. Ich hab heut meinen Pass beantragt, vorher ordentlich Sekundenkleber auf die Pfötchen, hab mich fast an meinem Auto festgeklebt… Erst war nix außer paar schwarzen Krisseln zu sehen im Scan, aber dann hatte eine findige Kollegin einen Napf wachs-/ vaselinehaltige Substanz (irgendwas von Tippex, um das Umblättern zu erleichtern vermute ich) die ich mir auf die Finger reiben durfte und dann kam da auch was 🙁 immer noch keine Top Abdrücke aber ausreichend erkennbar. Schade Marmelade… Vielleicht in dem Fall dann versuchen unauffällig abzuwischen irgendwo.

  32. 1.
    Warum träumen denn alle? Wer glaubt denn dass die Behörden die Abdrücke wirklich löschen ?

    2.
    An die andere Möglichkeit denkt Ihr wohl nicht ?
    Ihr fahrt über die Grenze, euer Pass wird kontrolliert. Euer Name ausgelesen, die Fingerabdrücke und alles andere auch mit abgelesen, GESPEICHERT und nun gute Weiterfahrt. Steht irgendwo dass die das nicht dürfen oder steht irgendwo dass geheimdientliche illegale Dinge unterbleiben, nur weil die Behörden es offiziell zum löschen anweisen ? Träumt weiter. Wer in der großen Datenbanl landen will gilt als Viefutter.

  33. Der Nachteil der Fingerabdrücke ist der, dass wenn man von jemandem die Fingerabdrücke hat man bei einer Straftat jenem seine Abdrücke einfach boshaft aufbringt, um ihn dann klar als Täter zu erklären.

    Wer seinen Fingerabdruck abgibt kann auch sein Bankkard-Pin abgeben.
    Ausschlafen !

    Alle Schlafschafe die bei allem mitmachen und meinen sie hätten ja nichs zu verbergen schüren so unbemerkt den Überwachungsstaat. Es ging noch nie um Terroristen, denn eher wie man den einzelenen Bürger in gläserne Ketten legen kann um ihn zu melken, so dass man nur noch zum arbeiten und Geld abgeben geboren wurde. Wie dumm muss man eigentlich noch sein?

  34. Zuerst einmal danke ich euch allen, denn ihr habt mich hier mehrmals herzlich zum lachen gebracht! XD

    Ich werde es einfach einmal ausprobieren, da auch ich nicht glaube, dass die Daten einfach gelöscht werden und selbst wenn ist ja noch immer ein Missbrauch bei erfolgreichen auslesen des Chips möglich.

    Ich finde es bedenklich, dass uns derartige Maßnahmen als unbescholtene Bürger einfach so aufgezwungen werden!

    Und das man dann auch noch selbst dafür zur Kasse gebeten wird ist schon dreist.

    Zum Beispiel ist der erste neue Perso ist noch kostenfrei und selbst wenn man ihn nicht verliert und ihn am Ende seiner Gültigkeit wieder abgeben könnte, muss man den zweiten bezahlen! Hallo?!?

    Ich weiß wer ich bin und da es im Interesse unseres Staats liegt dies auf diese Weise überprüfen zu können, sollte er auch die Kosten dafür tragen, es seie denn ich verbummel den ständig, dass könnte ich noch nachvollziehen.

    Aber ich halte es für denkbar, das in naher Zukunft alle Kinder direkt nach der Geburt einen Chip implantiert bekommen, damit der Staat uns noch besser kontrollieren kann.

    MfG B.

  35. Helmut Rudolf Januar 7, 2017
    at 12:10

    Von Wegen mal den großen Zehen “anstatt” nehmen. Die Papillarlinien der Füße sind für jedes Individuum einzigartig. Dieser Umstand ist der Forensik sehr wohl bekannt! Also: Zum Beseitigen von Spuren nicht nur die Hände eines Mordopfers abhacken, sondern auch die Füße nicht vergessen!

  36. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen! – E. Honnecker

    Mit mir wird es keine Vorratsdatenspeicherung geben! – Heiko Maas, aktueller Justizminister

    Noch fragen?

  37. Es ist die Frage, was man unter “löschen” versteht. Die meisten verstehen darunter, dass in der Datenbank ein Flag “gelöscht” gesetzt wird, die Daten bleiben weiter vorhanden.

    Zudem – niemand untersagt anderen Staaten, an der Grenze den RFID Chip auszulesen und zu speichern was da drauf ist.

  38. Wenn ich mir deine Rechtschreibung so ansehe, habe ich den Eindruck du bist schon öfter sitzen geblieben?

  39. Heute auch den neuen Reisepass beantragen müssen, der alte ist abgelaufen.
    Habe meine Fingerkuppen auf dem Klo im Amt mit Sekundenkleber präpariert, man war ich danach high von den Dämpfen…
    Obwohl das Fenster gekippt war. Will nicht wissen was der nächste gedacht hat (“schnüffeln die hier Kleber…”)?
    Egal, dann runter zum Empfang und Wartemarke bekommen.

    Als ich dran war musste ich nacheinander alle Finger durchprobieren weil der Scanner nichts erkennen konnte.
    Meine Finger wurden nicht begutachtet, auch waschen oder eincremen musste ich sie nicht.
    Das freundliche Mädel hat dann nach kurzer Zeit nur dämlich gelächelt und sagte nur “bitte kurz hier warten, bin gleich wieder da”.
    Zurück kam sie mit einer kleiner rechteckigen Dose auf der stand:

    Fingerprint Optimizer

    Nachdem ich mit beiden Zeigefingern drübergewischt bin konnte das Fingerabdrucklesegerät nach einiger Zeit was erkennen und die Prozedur war für mich zu Ende.
    Echt frustrierend:-(

    Wer mehr erfahren will sucht einfach nach “Fingerprint Optimizer” und “Amtlich von ID”

    In 10 Jahren besorge ich mir künstliche Fantasie-Fingerabdrücke und verfahre so wie der CCC mit dem Schäuble-“Rollstuhl-Gollum”-Fingerabdruck.
    Allerdings traue ich der Regierung (egal welche bis dahin regieren werden) zu, dass jeder Mensch noch zusätzlich zum Fingerabdruck seine Iris einscannen muss und seine DNA abgeben muss.
    Muss dann überlegen welche Leiche ich mir vom fridhof besorge um das zu umgehen:-))))

  40. Ach ja, den RFID Chip werde ich auch zerstören wenn der Reisepass da ist.

    Aber diesmal etwas professioneller als mit den Perso.
    Diesen hatte ich in die Mikrowelle gelegt und leider vollends zerstört, da nicht nur der Chip in Flammen aufging sondern auch mehrere andere Stellen *hüst hüst*

  41. Hallöchen,

    weil mir diese Seite geholfen hat, mein Vorhaben in die Tat umzusetzen, möchte auch ich gerne meine Erfahrungen teilen. Ich war doch eine Zeit lang recht aufgeregt, was die ganze Sache anging, denn wenn man mir erstmal peinliche Fragen stellt, bin ich nicht so gut darin, angemessen zu reagieren. Ich hatte sogar schon überlegt, meine Fingerabdrücke halt einfach abzugeben. Aber irgendwie erschien mir das ganz und gar nicht richtig. Wie dem auch sei, ich habe ein bisschen geübt vorher. Ich wollte, dass die ganze Sekundenklebersache so unauffällig wie möglich ist, damit man möglichst gar nicht auf den Gedanken kommt im Amt. Also habe ich mir ein paarmal zum Test meine Finger beschmiert, um zu sehen, wie lange das hält, wie es aussieht und so weiter. Ich habe auch verschiedene Sekundenkleber verwendet und meiner Erfahrung nach war der von Tesa besser als der von Pattex. Ich habe sogar eine Möglichkeit gefunden, den leichten Glanz des Klebers verschwinden zu lassen: Ohropax Classic (das sind die aus Wachs) mit den bereits besekunderklebten Fingern kneten – danach sehen sie dann eigentlich völlig normal aus. Man sollte allerdings tatsächlich relativ kurz vor dem Besuch beim Amt den Kleber applizieren (vielleicht auf einer Toilette), denn nach einer Zeit wird er rissig. Ich habe dann auch eine Zeit nicht allzu lang (so eine halbe bis dreiviertel Stunde) vor dem Ende der Öffnungszeiten gewählt, weil ich mir ausmalte, dass die dann auch schon wenig Bock haben, da noch stundenlang rumzuprobieren. Und bevor ein Beamter seine Arbeitszeit überzieht, da friert wohl eher die Hölle zu. Aber Achtung: An einem Tag mit verkürzten Öffnungszeiten (Freitag,…) kann es sein, dass deren Arbeitszeit länger geht und man also trotzdem über die Öffnungszeiten hinaus bleiben kann. So einen Tag zu wählen, kann also kontraproduktiv sein. Natürlich dauerte mein Besuch eine Weile, die Qualität der Fingerabdrücke war überraschenderweise sehr schlecht. Auch bei mir wurden mehrere Scanner ausprobiert, aber seltsamerweise funktionierte es an keinem. Die Damen haben meine Finger auch überhaupt nicht angeguckt, sondern einfach versucht, dass es irgendwie klappt (Finger nicht so weit hinten drauflegen, weiter hinten drauflegen, nicht so pressen, ein bisschen mehr pressen und so weiter). Was soll ich sagen: Es klappte nicht. Ob ich da jetzt in meinem Pass ganz schlechte oder gar keine Fingerabdrücke drin habe, weiß ich gar nicht, jedenfalls war der wohl prinzipiell unbrauchbar. Nach vielleicht 20 oder 30 Minuten war ich draußen und mein Pass bestellt. Und weil ich paranoid war, hab ich mir beim Abholen noch einmal den Sekundenkleber draufgeschmiert. Ja, ich weiß…
    (Für die ebenso Ängstlichen: Natürlich kam keiner an und bat mich, es nochmal zu probieren, nur so aus Neugier. Alles lief ganz smooth.)
    Wenn ich in Zukunft eine Grenze überquere, werde ich mir zur Sicherheit wieder Sekundenkleber draufmachen, falls am Grenzübergang gescannt wird. In die USA werd ich trotzdem wohl eher nicht einreisen, genausowenig wie nach Nordkorea oder so…
    Jedenfalls vielen Dank für die Ermutigung und ich kann nur jedem raten, es auch zu tun! Diese Sammelei von biometrischen Daten ist unheimlich.

    S.

  42. war vor einer Woche auf dem Amt. Hat 1A funktioniert 😉 Die Damen haben eine halbe Stunde lang versucht irgendwie einen Abdruck zu bekommen. Finger über die Stirn wischen, Hände eincremen (mehrfach…). Zwischendurch hat der Daumen dann eine “Preview” geschafft, aber der eigentliche Scanvorgang ist dann wieder abgebrochen. Chip erhält einen Eintrag, dass die Fingerabdrücke nicht abnehmbar waren weil ich mit chemikalien arbeite. Dann hoffe ich mal, dass der Pass auch in 5 Wochen da ist…

  43. Werden die Daten gelöscht?
    Sicherlich am Computer des Beamten, nachdem sie in die Bundesdruckerei gegangen sind. Weden sie dort gelöscht?
    Wo gehen die Daten noch hin?

    Einverstanden! Zitat “Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen!” passt bestens.

    Wir haben vor einer Woche nen Reisepass beantragen müssen.

    Bericht zum Sekundenkleber:

    Sekundenkleber wird schnell rissig, glänzt verdächtig. Auch wenn man die Finger anfasst ist die Glasige Schicht spürbar. Knakst an den Fingern die dick genug aufgeschmiert sind um nicht auslesbar zu sein. (Beamtin hat beim Draufdrücken mit Ihrem Körpergewicht nachgeholfen-Lesegerät hat es aber überlebt)

    Beamtin hat die Finger nicht angeschaut. Klagte dass es letzte Zeit öfter vorkommt, dass die Finger so schlecht lesbar sind. Spezielles Puder ausgepakt.
    Diesmal wurden die Fingerabdrücke nach 5 Anläufen grenzwertig schlecht ausgelesen. Bei meinem Mann ein Fingerabdruck trotz des Klebers nach drei Anläufen zufriedendstellende Qualität.

    Ergebnis:
    Wenn ich noch mal probieren würde, würde ich klaren Silikon ausprobieren, oder anderes Zeug was elastisch ist.
    Dicker auftragen. Silikon mit Holzstaub abpudern, hat ähnliche Farbe, glänzt nicht.

    Unbedingt Zuhause vor dem “Auftritt” üben und die Eigenschaften des Klebers beobachten.
    Nicht zu stark an den Scanner andrücken.

  44. Mit Hilfe erkennungsdienstlicher Behandlungen können die Polizeien des Bundes und der Länder bereits heute Fingerabdrücke und Lichtbilder Verdächtiger aufnehmen und mit den Beständen im Bundeskriminalamt vergleichen. Mit biometrischen Technologien wird die biometrische Unterstützung der Personenfahndung erheblich einfacher sein. Die anzustrebende technische Erweiterung der Automatisierten Fingerabdruckidentifizierungssystem-Datenbank um die Möglichkeit der Echtzeit-Suche in Teildatenbeständen sowie die vorgesehene Ausstattung der Grenzübergänge mit Fingerabdruckscannern wird eine Fahndungsabfrage mit Fingerabdruck möglich machen – zukünftig auch unter Einsatz mobiler Geräte. Zur Unterstützung grenzüberschreitender Fahndungen werden darüber hinaus in der nächsten Generation des europaweiten polizeilichen Informationssystems – Schengener Informationssystem II (SIS) – Fingerabdrücke und Lichtbilder gespeichert. Ziel ist es hier, in einer künftigen Entwicklungsstufe des SIS, Fahndungsabfragen im SIS auf der Grundlage solcher biometrischer Daten durchzuführen.

  45. Also was eure Fragen mal so nebenbei angeht, ich arbeite bei der Bundesdruckerei, wo eben jene Passdokumente entstehen. Und wir haben hier megamäsig strenge Richtlinien zum löschen der Teile. Da wir Angestellte im öffentlichen Dienst sind und keine Beamte, wie an den Meldestellen, können wir uns auch solche Patzer wie “nicht löschen” nicht erlauben. Mein Vorgänger hier ist übrigens hier gekündigt worden, weil er das zu lässig genommen hat.

    Sprich unsere Arbeitsvorgänge sind quasi so:

    Antragsheft öffnen –> Daten im Register suchen –> Biometrische Daten programmieren und chip einfügen —> Erste Löschabfrage. Pass abdrucken. Zweite Löschabfrage. Wenn man da schon nicht auf gelöscht drückt, dann geht der Pass garnicht erst in die Endkontrolle. Sprich da sitzen immer zwei Hansel wie ich. Wenn ich bspweise nicht die Daten schon beim ersten Abfragen lösche, dann geht automatisch nen Ping an die “Qualitätskontrolle” dass ich es erst beim zweiten Mal gemacht hab. Sprich es kommt vor, dass man es noch nicht gemacht hat, spätestens der “Qualitätsprüfer” jedoch ist dazu schon verpflichtet und es gibt nen heiden Anschiss, wenn mal Biometrische Daten noch im System hat. Am Schichtende werden alle Nummern die bearbeitet wurden nochmal direkt vom System aus resettet, damit da keiner Unfug betreibt.

    Sprich die Dinger werden nirgends gespeichert und erst abgerufen, wenn der Antrag das erste mal geöffnet wird und dazu ist ne Mitarbeiter ID-Card nötig um die Aufzurufen. Sprich die Bullen können da auch nicht reinsehen, und wenn eine andere Behörde da reingeschaut hat, was auch schon vorkam, dann seh ich das direkt und muss es auch direkt melden. Dann bekommt der Kunde ne bestätigung, dass die Ausstellung seines Passes\Ausweises fehlschlug und er muss nochmal zum Amt, weil dann löschen wir die Daten direkt und haken dann bei der Behörde nach bzw geht das dann direkt zur Staatsanwaltschaft, die das dann überprüft, warum die Behörde Zugriff auf den Antrag wollte.

    Lange Rede kurzer Sinn. Spart euch den Sekundenkleber, wir die hier eure Pässe drucken, legen sehr viel wert drauf, dass da nix irgendwo gevorratsdatengespeichert wird, denn dafür verdien ich zu wenig, als dass ich mir sowas noch auferlegen lassen würde von irgendwem anders. Ich zieh das rigoros durch und Ausnahmen gibt s auch keine. Und die Itsec und co die haben garkeinen Zugriff auf die Anträge, wie gesagt. Wenn der Antrag schonmal geöffnet wurde, dann wird das direkt weitergegeben an die Sta. Dann kann man damit rechnen, dass irgendwo in naher zukunft dann nen Bulle entamtet wird, wegen eben den Problemen des groben Verstoßes gegen das “Recht auf Unversehrtheit”…

  46. Woran ihr übrigens alle nicht denkt ist.

    Nehmen wir mal an, ihr begeht eine Straftat. Eine Erststraftat. Ihr würdet dann überführt werden durch eure Fingerabdrücke, die ja eigentlich nirgends gespeichert sind, weil ihr noch nie bei der ED wart.

    Wenn das vor Gericht kommt, dann wäre es völlig egal ob ihr 5 Leute umgebracht hättet, dann würdet ihr freigesprochen werden, wenn die Überführung anhand der Fingerabdrücke stattgefunden hätte. Sprich eure Daten werden gelöscht, da geb ich euch Brief und Siegel drauf, denn wenn nicht dann verlier ich meinen Job.

    Sprich der Staat würde sich ins eigene Knie schießen, wenn er sie speichern würde, denn dann müssten die Gerichte euch alle freisprechen und das würden die Richter auch tun, wegen Tatsachenfälschung (Beweisfälschung). In dem Fall hättet ihr munter und fröhlich eure 5 Leut um die Ecke bringen können, wärt damit durchgekommen und der Staat würde aus der Wäsche gucken.

    Denn was wäre das? Das wäre ein Megaskandal, wenn sowas rauskommen würde und das würde jede Regierung den Kopf kosten. Und das wollen die Regierungen nicht.

    Ihr dürft mal eins nicht vergessen. Regierung ist nicht = Staat.

  47. Erscheint uns nicht plausibel. Auch die Daten & Bilder der Mautbrücken auf der Autobahn werden gespeichert, obwohl sie offiziell nicht gespeichert werden. Woher wir das wissen? Von Freunden bei der Polizei. Im Falle einer schweren Straftat wie Mord greift die Polizei auf diese Daten zu. Wenn ein Verdächtiger dadurch erkannt und festgenommen wird, konstruieren sie später einen alternativen Beweis, den sie “gefunden haben”, um zu verschleiern dass die Mautdaten gespeichert werden. Kannst Du jetzt glauben oder nicht – wir wissens.

  48. “Biometrische Daten programmieren und chip einfügen”? Wut? Klebst Du den Chip per Hand in den Ausweis und programmierst die Biometrischen Daten in PHP? LOL

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